Windows ist der Internet Explorer und der Internet Explorer ist Windows. Das ist umstritten, da gab es schonmal Aerger aber es ist trotzdem so. Auch wenn der Nutzer sich nun einen anderen Browser fuer das bewusste Surfen aussuchen kann -- der IE bleibt irgendwie doch im System. Und man kann mit ihm spielen.

Viele Browser verwenden URLs, die mit "about:" beginnen, um interne Seiten darzustellen. Das koennen informationelle Seiten wie ein etwas aussagekraeftigeres 404 oder auch die Information ueber den Browser selbst. Andere Browser lassen so auch die Konfiguration zu. Man kann es auch missbrauchen, um eine besondere Art von Shortcuts zu basteln. Alles was es dazu braucht, ist ein Eintrag in der Registry.

Man fuege dem Zweig HKLM\Software\Microsoft\Internet Explorer\AboutURLs einen neuen String-Wert hinzu. Er kann beispielsweise den Namen "uni" und den Wert "http://www.uni-hannover.de" erhalten.

Voila -- nach dem naechsten IE-Neustart kann die Seite der Universitaet Hannover durch Eingabe von "about:uni" angesteuert werden. Das funktioniert nicht nur in der Adresszeile des IE, sondern anscheinend von jeder Stelle, die ein $irgendwas mittels ShellExecute(hwnd, 'open', $irgendwas, NULL, NULL, n) oeffnet. Zum Beispiel eine Verknuepfung -- oder die "Ausfuehren"-Befehlszeile.
Ach ja, auch wenn man einen anderen Webbrowser als Default eingerichtet hat -- zumindest in meinem Test wurde trotzdem der IE aufgerufen.

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