Neulich war ich mal wieder im Kino. Es ging in "Wanted".. Irgendwie erinnerte der Film mich in seinem Verlauf immer wieder an die Telenovela "Verliebt in Berlin", die vor ein paar Jahren auf Sat.1 ihre Premiere feierte.

Es ist schon ein paar Jahre her, dass Aleksandra Neldel auf Sat.1 zusammen mit der Serie "Verliebt in Berlin" (abgekuerzt ViB; urspruenglich sollte der Titel "Alles nur aus Liebe" sein) Premiere gefeiert hat -- und zusammen mit Ihr auch das Konzept der "Telenovela".
Das Spiel ist klar, es wird gar nicht erst versucht, zu verheimlichen, dass es ein happy End fuer die Hauptdarstellerin geben wird. Die Kunst dieser Serienerzaehlung besteht viel mehr darin, herauszubekommen, wie lange es dauert, bevor es zum happy End kommt. Und so war es auch in "Wanted".
Da ist dieser kleine Accountmanager von Hauptdarsteller, schmaechtig und aengstlich trifft auf eine Vereinigung von Killern. Die Frage ist nicht, ob es zu einem riesigen Massaker kommt sondern nur, wann.
Nach ungefaehr der Haelfte des Filmes war es dann so weit: Das schmaechtige Maennlein, dass bislang zu feige war, der Chefin zu sagen dass sie eine tyrannische Nervensaege ist und der unter Angstatacken litt wurde zum U-Bahn-surfenden, um-die-Kurve-schiessenden Superhelden, der gnadenlos Toetungsauftraege ausfuehrt, wie sie ihm ein Webstuhlleser diktiert. Und dann, wie erschuetternd, erfaehrt er, dass er nur belogen und benutzt wurde, die "..., ich bin dein Vater"-Szene durfte natuerlich nicht fehlen. Wie ueberraschend. Anschliessend dann das bekannte ihr-habt-mich-missbraucht-und-weil-ihr-die-eigentlich-Boesen-seid-bringe-ich-euch-jetzt-alle-um-Schlussgemetzel. Wackelige Kamerafahrten, Explosionen und all der Kram.
Inhaltlich begann die Laecherlichkeit schon im Intro -- eine Geheimbruderschaft von Webern lenkt die Geschicke der Welt. Aber mal ganz ehrlich: Wegen der Story war auch keiner in diesem Film.

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