Unter einem Personal Area Network versteht sich im Normalfall ein personenumspannendes Netzwerk basierend auf BlueTooth; beispielsweise, wenn das Handy seinem Kommunikationsbeduerfnis mit dem Headset nachgeht oder aber wenn der PDA das Handy als Modem nutzt. Um mobil ein Windows nutzen zu koennen, ohne dabei den Laptop vor mir zu haben (und da ich gerade einen PDA in Reichweite habe) ergab sich eine etwas andere Art von PAN.

Unter einem Personal Area Network versteht sich im Normalfall ein personenumspannendes Netzwerk basierend auf BlueTooth; beispielsweise, wenn das Handy seinem Kommunikationsbeduerfnis mit dem Headset nachgeht oder aber wenn der PDA das Handy als Modem nutzt. Um mobil ein Windows nutzen zu koennen, ohne dabei den Laptop vor mir zu haben (und da ich gerade einen PDA in Reichweite habe) ergab sich eine etwas andere Art von PAN.

Was ist ein PAN?

Allgemein bezeichnet man als ein "Personal Area Network" das, was der moderne Mensch so alles an vernetzter Elektronik mit sich am Koerper herumzuschleppen gewohnt ist; das Netzwerk selbs kann sich um ihn aber auch um andere Personen in der naeheren Umgebung herumranken. Praktisch ist es heutzutage meist Bluetooth, womit das Handy das Headset findet oder das Nebenhandy. Vielleicht und ganz selten noch IRda.. und in modernen Faellen ist es schon das "normale" WLan.. auch wenn das noch selten ist. Bei mir war letzteres Notwendig.

Ziel des Spiels

Seit laengerem Entwickelte ich an einem Program zur dynamischen Anzeige von Fahrplandaten in Form eines abstrahierten Streckennetzes ueber das die einzelnen Zuege "fahren", und zwar als kleine Kuller. Waren meine Ansaetze anfangs noch grobschlaechtig und in VB (mit im Programmcode festgelegtem Graphen und aehnlichen Unwartbarkeiten), so ist es mittlerweile ein imho elegantes Stueck Java welches sowohl den Fahrplan wie auch den Graphen aus Dateien einliest. Fuer Rostock habe ich das ganze einmal durchgespielt, also Fahrplan und Liniennetz eingegeben. Und nun kommt die Neugierde.. wie gut stimmt die Wirklichkeit moit meiner Simulation ueberein? Um das herauszufinden gibt es nur zwei Moeglichkeiten -- entweder man sucht sich einen Platz in der Naehe der Strassenbahnlinien und beobachtet. Oder aber man nimmt das Programm mit in die Bahn und faehrt ein wenig durch die Stadt. Ich tat zuerst ersteres, aber der Spass haelt sich in Grenzen, wenn man nur an einer Endhaltestelle sitzt. Aber da ich in der Mensa sass, war zumindest Kakao in Reichweite. Aber wie kann man das nun aendern? Die simpelste Variante ist, einfach den Laptop in der Bahn zu benutzen. Sehr naheliegend. Funktioniert auch. Aber ... ohne meinen Mitmenschen zu nahe treten zu wollen, als eine gruppenartige Struktur von 5 jungen und dynamischen Herren einstieg, denen ich das wort "abziehen" als nicht zu unbekannt zutraute, fuehlte ich mich wohler ohne den Rechner auf den Knien.
In der Tram mit einem Notebook sitzen ist ungewoehnlich. In der Tram mit dem Handy spielen ist hingegen hoechst gewoehnlich und deutlich unauffaelliger. Und so ein PDA sieht einem Handy sehr aehnlich und in meinem Falle war er sogar eines.

Ausstattung und Versuchsaufbau(ten)

Zum einen ein Notebook mit WLan, zum anderen ein PDA, auf dem sich ein Windows Mobile Edition befand. Auf meinem Notebook befindet sich primaer ein FreeBSD. Das Zielprogramm is zwar eine Java-Anwendung, aber trotz eines Java-Prograemmchens war ein Start auf dem PDA nicht moeglich.. denn die Virtuelle Maschine dort erwartete sogenannte Midlets -- von denen ich noch keine Ahnung habe. Aber es gab auf dem System einen RDP-Clienten. Das ist schonmal was, aber auf einem FreeBSD habe ich keinen RDP-Server. Also habe ich noch schnell auf einer dritten Platte ein Microsoft Windows Vista (das mit dem "wow-effekt", die Aelteren erinnern sich). Da kamen dann noch schnell ein JRE drauf und dann konnte der Spass losgehen.
Erwaehnte ich, dass Ad-Hoc-Netze doof sind?
Ich habe eine Stunde lang mit immer neuen BSSIDs versucht, sowohl PDA wie auch Vista in ein gemeinsames Netz zu bringen. Manchmal war ich nahe dran (sie behaupteten beide, in einem Netz zu sein und gaben den gleichen Namen des Netzes an) -- aber der Versuch, eine RDP-Verbindung aufzubauen wollte nicht gelingen. Was tut man nun? Ein Accesspoint musste her. Unter FreeBSD waere das kein Problem gewesen (Stichwort "hostap"), aber auf dem Vista sah ich da keinen simplen Weg. Nun ja. Was man nicht durch Software geloest bekommt, dafuer gibt es Hardware.
Praktischerweise habe ich in meinem kleinen Netzwerk zu Hause einen La Fonera als DHCP- und DNS-Server (dnsmasq). Der Fonera will 5V, USB liefert 5V... also kurz eine Stromversorgung aus einem USB-Kabel und einem Hohlstecker gehaekelt und der Fonera war mobiltauglich. Ein kurzes Netzwerkkabel noch und das Ensemble verschwand in meinem Rucksack. Das Windows lief, der Fonera auch, er verteilte WLAN und DHCP. Auf in die Stadt.

Praxiseinsatz

Gepackten Rucksacks ging es zur naechsten Strassenbahnhaltestelle. Dort schaute ich dann das erste mal auf den PDA. Dort sah ich eine gedraengte und im Ausschnitt uebertragene Ansicht des Rostocker Liniennetzes. Auf dem normalen Bildschirm sieht das ungefaehr so aus:

(Eine Aufnahme in voller Groesse findet sich hier.)
Das naechste war, dass ich eine Ansage hoerte, dass aufgrund einer Betriebsstoerung teils erhebliche Verspaetungen und Ausfaelle zu erwarten seien. Na toll.
Dennoch setzte ich mich in die naechste 5 und fuhr durch die Stadt. Ergebnis: Toll. Einfach nur schoen, wenn man auf dem Monitor und in der Realitaet eine Bahn auf sich zukommen sieht. Fazit: Es war die Bastelei wert.

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