Ich bin, wie aus dem Impressum ersichtlich, Student der Universitaet Rostock. Wie man sich vielleich zusammenreimen kann, einer der Informatik. Und im Nebenfach, welche Ueberraschung, studiere ich die schoenen Rechtswissenschaften. Wenn ich mich in einer Vorlesung der Informatik umschaue, finde ich einen gewissen Prozentsatz der Studenten, die sich hinter Notebooks verschanzen. Und ein nicht kleiner Teil dieser steht in reger Kommunikation miteinander, zum Beispiel per IRC. Ich bekenne mich, ich gehoere dazu. Es gibt kaum etwas schoeneres, als waehrend der Vorlesung ebendiese in Echtzeit zu kommentieren. Oder aber Fragen klaeren zu koennen. Oder einfach nur Ablenkung zu finden...

In meinem Nebenfach konnte ich nun beobachten, dass es bei den Juristen eigentlich ganz genauso ist -- sie sind staendig in Kommunikation vertieft. Wozu, ich weiss es nicht, aber es scheint sie sehr zu erfreuen. Nur dass sie nicht zum Universalkommunikationsmittel unserer Zeit, dem Notebook, greifen sondern sich auf ihre Telefone auslagern.
Wohin ich auch sehe, ueberall wird unter den Baenken an SMS geschrieben, es werden SMS empfangen. Natuerlich nicht alle gleichzeitig, aber dennoch so, dass ich kaum in eine Richtung mit Publikum schauen kann, ohne ein Solches zu sehen.
Von Natur aus mit einer gewissen Neugierde ausgestattet, konnte ich mir einen schielenden Seitenblick auf meinen kurznachrichtenschreibenden Sitznachbarn natuerlich nicht verkneifen, insbesondere auf das Display und sein darauf entstehendes literarisches Werk.

Na du kleine tolle zelle, was haeltst du von osmose mit mir? [...]
Ich hatte wirklich Schwierigkeiten, mich zusammenzureissen, nicht zu lachen. Entweder ist das eine unglaublich plumpe Anmache (funktioniert die?) oder aber das mit den Kosenamen ist bei diesem Paeaerchen aus unergruendlichen Gruenden in die Biologie gefallen.

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