Ich setze mich also in die Bibliothek, um in Ruhe zu arbeiten. Natuerlich, Informatiker halt, habe ich kein Papier dabei. Ploetzlich kommt dieses dringende Beduerfnis, eine gute Idee einfach schnell hinzukritzeln. Und dann steh ich da, ohne Papier. Mit Stift (was man nicht alles in Taschen hat), aber ohne Papier. Gluecklicherweise liess sich welches finden! +UPDATE

Papier im Fuenferpack gab es im Guttenberg-Salon* (Kopierraum) um die Ecke. Dort steht einer dieser lustigen Kopierer, die auch Kaffee kochen, meine Feinde zu Staub zermalmen und scannen koennen. Wenn man nur lang genug wirr auf dem Touchscreen herumtappst, so die Vorstellung, wird da irgendwann Papier rauskommen. Auch ohne Kopierkarte, so die Hoffnung. Und ja, es tut!
Irgendwann kam da wirklich bluetenweisses Papier raus. Ok, die Blaetter sind nur von einer Seite nutzbar, weil die andere mit irgendwas vollgedruckt ist, aber ich habe immer noch eine Seite Papier zum Beschreiben gefunden!


Das ist uebrigens das Protokoll des Kopierers darueber,
wann wieviele Seiten Gescanntes mit welchem Titel an wen gegangen sind,
also total langweiliges Zeug.
Aber die andere Seite der Blaetter ist komplett weiss und beschreibbar!


Ja, der Datenschutzbeauftragte der Uni hat auch gleich eine Mail von mir bekommen.


*Der Allgemeine Studierendenausschuss, meine ebenso gesetzliche wie nicht direkt gewaehlte Vertretung, hat in meinem Namen der Presse und der Weltoeffentlichkeit gegenueber festgestellt, dass der Ruecktritt zu Guttenbergs "ueberfaellig" ist und dass ein Bleiben Guttenbergs von mir nicht "politisch nachvollziehbar" sei http://asta.uni-rostock.de/sites/default/files/2011.03.01%20Ruecktritt%20des%20Bundesministers%20der%20Verteidigung.pdf.
Dem fuege ich mich blind (wie kann ich auch anders bei einer gesetzlichen Vertretung) und kann dem nur hinzufuegen:
Zu Guttenberg!
Sie...
Sie...
Sie...
...haben eigentlich nichts getan, was nicht tagtaeglich auch andere tun wuerden. Gut, in ihrem Fall ist es zimlich dumm gelaufen, dass sich Interesse, Langeweile und diese ewig-krittelnden Internetnutzer zusammengefunden haben, um zimlich wasserdicht aufzuzeigen, wie Wissenschaftsbetrieb heute funktioniert. Solange Wissenschaftler wie Zuchtvieh gehandelt und im wesentlichen nach Legeleistung Publikationszahl, Fleischanteil Drittmitteleinwerbungen und Reinrassigkeit Renomee der Herkunftsuni gehandelt werden... ach, nee ich weich vom Thema ab.

Guttenberg, ich muss Sie boese finden. Tut mir privat ja auch leid, aber der AStA-Vorsitz hat gesprochen.

Update 201104/1

Die Mail an den Datenschutzbeauftragten hat geholfen, die Protokolle lassen sich nun nicht mehr so leicht entlocken. In der Folge gratuliere ich der Universitaet Rostock zur Errichtung von Orten, an denen nahezu komplett anonyme Mails verschickt werden koennen, von denen nichts ausser dem Absendeort und -zeitpunkt nachvollziehbar ist. Modulo Fingerabdruecke auf dem Touchscreen ;)

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